Neue Tapete?!

Arbeit im Arbeitszimmer

Arbeit im Arbeitszimmer

Nix da – keine neue Tapete! Wir sind dabei, das Arbeitszimmer zu streichen, und die orginalbraunen Holzwände haben wir mit Zeitungspapier abgeklebt, damit nichts von der weißen Farbe, die wir literweise verbrauchen, unschöne Flecken verursacht.

Nun ist schon die Hälfte unseres Urlaubs vorbei, aber wir schlafen immer noch auf Isomatten. Macht aber nix, denn das machen wir im Urlaub ja eigentlich immer. Es geht aber dennoch wirklich voran bei uns:

  • Die frischgemalte Terrasse hat das erste Gewitter gut überstanden (der Regen perlt tatsächlich vom Holz ab)
  • Das Wohnzimmer ist komplett bezugsfertig
  • Das Schlafzimmer wird morgen endlich vollständig fertig (nie wieder Leisten mit so einem Profil!)

Heute haben wir dem Arbeitszimmer einen ersten Anstrich verpasst und alle Holzelemente grundiert. Wir hoffen, in ein paar Tagen die ersten Kartons auf ihre zukünftigen Standorte verbringen zu können, um an unsere Schlafzimmermöbel im Keller zu kommen. Etwa in einer Woche kommen die ersten Freunde aus Deutschland zu Besuch — da wäre es schön, ein bisschen weniger Baustelle im Haus zu haben und zum Beispiel im Schlafzimmer in einem Bett zu nächtigen.

Gestern haben wir uns übrigens erstmal ein klein bisschen Urlaub im Urlaub gegönnt … Nach nur 8-9 Stunden Renovierung haben wir mal die Pinsel fallen lassen und einen Ausflug in die City gemacht. Wir sind in unsere Lieblingskneipe (Cardinal) gegangen und haben ein paar Biere genossen. Ich habe mich wirklich fast wie im Urlaub gefühlt!

Frische Farbe innen wie außen

Wie neu: Terrasse in „Burmateak”

Wie neu: Terrasse in „Burmateak”

Seit Sonnabend wohnen wir zwar in unserem neuen Haus (was man so „wohnen” nennt — wir schlafen immer noch auf Isomatten und in Schlafsäcken auf dem Dachboden), aber Arbeit ist natürlich immer noch ausreichend vorhanden!

Am vergangenen Sonntag haben wir uns daran gemacht, Tanias alte Wohnung zu reinigen. Gute acht Stunden waren wir damit beschäftigt. Nun ist die Wohnung wohl sauberer als je zuvor …

Die letzten Tage verbrachten wir damit, Bad und Küche in einen funktionsbereiten Zustand zu bringen — die weitaus meisten Kartons, die diese Räume betreffen, sind wohl ausgepackt. Das war natürlich kein leichtes Unterfangen, schließlich mussten wir zwei Haushalte zusammenführen.

Außerdem haben wir das weiterhin gute Wetter genutzt, um unsere Terrasse neu zu streichen. Sie erstrahlt nun (fast) wie neu im Farbton „Burmateak”.

Damit nicht genug, heute haben wir noch die erste Hälfte unserer Wohnzimmerdecke lackiert. Morgen soll der Rest des Zimmers folgen.

Deutsche Angler aufgepasst!

In der Kolumne „Gedanken im Wohnwagen” (Tanker i sommervogna) im Stavanger Aftenbladet wundert sich Arnt Olav Klippenberg über die deutschen Angler: Warum stehen die Deutschen immer?

Er schreibt, dass es ja viel Gutes über deutsche Touristen zu sagen gäbe — kaum jemand sei so von Norwegen begeistert wie die Deutschen. Sie benähmen sich anständig und kämen Jahr für Jahr. Allerdings hätten sie eine Schwäche: Sie stünden (beim Angeln) im Boot.

Er weist darauf hin, dass man als Norweger ja schon von Kindesbeinen an erzählt bekommt, sich stets im Boot hinzusetzen und nur im Notfall aufzustehen, und niemals steht mehr als eine Person.

Und die Deutschen? Egal, wie klein (und überfüllt) das Anglerboot auch sein mag, immer stehen die Deutschen!

Klippenberg findet die stehenden Deutschen eigentlich zum Lachen, weist aber auch auf die Gefahr hin: Viele Deutsche ertrinken nämlich Jahr für Jahr an Norwegens langer Küste.

Bischöfe

Wir bekommen einen neuen Bischof in Stavanger. Der letzte (Ernst Oddvar Baasland) hatte das Handtuch geworfen, als er und seine Frau persönlichen Konkurs anmelden mussten; sie hatten bei Banken und Freunden ca. 30 Millionen Kronen für ihren Sohn geliehen. Der Depp hatte nichts Besseres zu tun, als das gesamte Geld für Spiele und Wetten im Internet aus dem Fenster zu werfen.

Der neue Bischof wurde nun vom Kirchenminister Trond Giske berufen: Es wird Erling Pettersen. Nun würde uns der stavangersche Bischof natürlich nicht die Bohne interessieren, wenn die Geschichte nicht so skandalös wäre.

Es ist nämlich so, dass sämtliche Kirchengremien für einen anderen Kandidaten gestimmt hatten. Nun haben allerdings diese Gremien nur beratende Funktion, und der Minister hat sich darüber hinweggesetzt und den einzigen Kandidaten vorgezogen, der eine liberale Haltung gegenüber homosexuellen Priestern hat. Ob dies nun tatsächlich der ausschlaggebende Grund war, sei dahingestellt; sicher ist auf jeden Fall, dass der Aufschrei der Empörung im konservativ-religiösen Stavanger groß ist. Die Zeitung ist seit Tagen voll von Artikeln und bitterbösen Leserbriefen.

Umgezogen!

Geschafft! Heute haben wir die letzten Sachen aus Tanias Wohnung in unser Haus umgezogen. Wir werden heute zum ersten Mal in unserer neuen Unterkunft übernachten. Am Ende war doch mehr zu packen als wir so dachten, aber nun ist die Wohnung leer.

Damit endet gleichzeitig eine „Umzugsodyssee”, die im Prinzip 2006 begann — zur Erinnerung:

  • Im März 2006 zogen wir in unser halbwegs renoviertes Osloer Reihenhaus
  • Tania musste kurze Zeit später wieder packen, da sie im Juni 2006 eine neue Stelle an der Uni Stavanger antrat
  • Um Weihnachten 2008 haben wir angefangen, unser Wohnzimmer und Esszimmer zu verpacken
  • Im Februar 2009 haben wir die erste Ladung Kartons und Möbel in Stavanger eingelagert
  • Im März bin ich mit „kleinem Gepäck” (soll heißen: was so in einen Golf passt) bei Tania eingezogen
  • Im März und April 2009 reisten wir alle zwei Wochen nach Oslo, um dort unsere übrigen Sachen zu verpacken
  • Ende April zogen wir endgültig in Oslo aus und mieteten uns einen zweiten Lagerraum in Stavanger
  • Am vergangenen Wochenende haben wir den Inhalt der Lagerräume in unser neues Haus umgezogen

Nun wollen wir aber nicht meckern — bei jedem Umzug bekommen wir schließlich ein neues, 4-wöchiges Probeabo von der hiesigen Tageszeitung, dem Stavanger Aftenbladet.

Morgen werden wir versuchen, die Wohnung wieder in den 2006er Zustand zu versetzen — Großreinemachen ist angesagt.

Wieder zu zweit

Kaum zu erkennen: Preikestolen in 600 m Höhe

Kaum zu erkennen: Preikestolen in 600 m Höhe

Seit gestern sind wir wieder allein — meine Eltern sind nach einer arbeitsamen Woche wieder Richtung Deutschland abgereist. Vorgestern fuhren wir zur Abwechslung zusammen auf einem Ausflugsboot in den Lysefjord zum berühmten Preikestol, den man natürlich nur von unten sieht.

Nach einer ausgeprägten Tour durch diverse Baumärkte waren wir gestern Nachmittag wieder am Haus und haben weitergearbeitet. Heute wollen wir Fußböden ölen.

Noch ein Wort zum Wetter: Seit Wochen scheint hier schon die Sonne, unterbrochen von nur wenigen Tagen mit stärkerer Bewölkung/Regen. Nur die Temperaturen waren bisher wenig sommerlich. Das ändert sich aber nun, für die kommenden Tage sind Temperaturen mit mehr als zwanzig Grad vorhergesagt. Das ist gut, denn wir müssen noch unsere Terrasse streichen.

Volles Haus!

Pause mit unseren Umzugshelfern

Pause mit unseren Umzugshelfern

Gestern haben wir mit tatkräftiger Hilfe von Arnolds Vater und drei Kollegen aus der Uni den Großteil unseres Hausstandes umgezogen. Die Lagerräume sind nun leer; lediglich meine Wohnung muss nun noch verpackt und umgezogen werden. Wir sind heilfroh über unseren geräumigen Keller — er ist inzwischen proppenvoll. Unsere Pläne für ein geordnetes Verstauen der Kartons hatte sich erledigt, als der eine Raum überraschend schnell gefüllt war und der gesamte Rest in den anderen Raum gepackt werden musste. Es wird noch ein Heidenspaß werden, das Kartonpuzzle aufzulösen 🙂

Zurück in Stavanger

Nachschub: Wohnmobile auf dem Weg ins gelobte Land

Nachschub: Wohnmobile auf dem Weg ins gelobte Land

Bereits seit Montagnachmittag bin ich wieder im Lande. Zusammen mit meinen Eltern bin ich am Sonntag in einem mit jeder Menge Werkzeug, Regalsystemteilen, der (neuwertigen) alten Waschmaschine von Tanias Eltern, Fahrrädern und vielerlei mehr beladenen Wagen zunächst nach Tönning zu meiner Schwester gefahren. Am Montagmorgen ging es weiter nach Hirtshals, von wo aus es per Fähre nach Kristiansand weiterging. Die Fähre spuckte natürlich auch viele Wohnmobilisten und Wohnwagengespanne aus, die auf den ersten Kilometern in Norwegen die E39 kräftig verstopften. Wer den hohen Anteil deutscher Wohnmobile auf der Fähre gesehen hat wird verstehen, weshalb Norweger denken, alle Deutschen kämen mit dem WoMo nach Norwegen 😉

Seit drei Tagen sind wir jetzt wieder im neuen Haus am Renovieren, wobei zur Zeit meine Eltern den größten Teil der Arbeit erledigen, da Tania und ich tagsüber noch arbeiten müssen — erst kommende Woche haben wir Urlaub.

Schlafzimmer und Küche sind so gut wie fertig, in diesen Räumen fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten (Leisten hier, ein Kabel dort usw.).

Am Wochenende werden wir die Lagerräume leeren und den ganzen Krempel in unser Haus schaffen. Vielleicht finden wir dabei auch für das Renovieren benötigte Teile wieder, die irgendwo in den unergründlichen Tiefen dieser Räume verborgen sind …

Ist es schon so lange her?

Am Wochenende war ich in Bremen zur 25-Jahre-Abitur-Feier, die einer meiner ehemaligen Mitschüler freundlicherweise initiiert hatte. Echt witzig, die alten Pappnasen und ein paar Lehrer nach so langer Zeit wiederzusehen! Wie es halt so ist — manche haben sich anscheinend überhaupt nicht verändert (inkl. Vokuhila-Frisur), andere haben einfach deutlich mehr Falten im Gesicht, und bei manchen musste man echt aufs Namensschild schielen, um herauszufinden, um wen es sich handelte. Logisch, dass einem das eigene Alter dann auch schlagartig bewusst wird, wenn man seine gealterten Mitschüler so sieht 😉

Erstmals habe ich bei diesem Bremen-Besuch die Ryanair-Verbindung Haugesund-Bremen ausprobiert. Haugesund ist eine kleine Stadt, die ca. 80 km nordwestlich von Stavanger entfernt liegt. Dorthin fährt man zunächst rund zwei Stunden mit Bus und Fähre. In Haugesund steigt man um in den flybuss, der noch einmal ca. 30 Minuten bis zum Flughafen benötigt. Der Flug selbst dauert 1 Stunde 20 Minuten, die gesamte Reise Stavanger-Bremen ca. 5,5 Stunden. Da kann man nicht meckern. Etwas verwundert war ich über die Tatsache, dass der Flieger voll war! Schätzungsweise jeweils 50 % Deutsche und Norweger waren an Bord. Würde mich schon mal interessieren, was die Deutschen ins beschauliche Haugesund treibt …