Wohnmobil

Im April 2026 haben wir uns ein kleines Wohnmobil gekauft – ein Roller Team Livingstone Sport K2. Zunächst werden wir vor allem die Möglichkeiten in unserer näheren Umgebung erkunden. Um den Überblick zu behalten, legen wir uns hier eine kleine Übersicht über die einzelnen Übernachtungsplätze an. An dieser Stelle führen wir unser persönliches „Notizbuch“.

Auf dieser Unterseite sammeln wir Plätze, die uns unterwegs als mögliche Übernachtungsmöglichkeiten fürs Wildcampen aufgefallen sind: https://zbis.tarnold.org/blog/wohnmobil/freistehen-wildcampen/.

23.-24.05.2026 Vatnestrøm (Bukksundfjorden)

58.433014, 8.086090
Ogge Gjesteheim

Preise:
355 NOK/Nacht; 295 NOK Stellplatz, 60 NOK Strom.

Campingplatz:
Hier kommen wir wieder her! Ein kleiner und gemütlicher Platz, mit viel Grün, Bäumen, Kanuverleih, Café/Pizzarestaurant/Kiosk und niederländischer Wirtsfamilie. Man könnte hier gut auch mal mit einem Kanu lospaddeln, und es wird auch viel geangelt und geradelt. Man kann sogar gratis Zelt, Luftmatratze und Schlafsack ausleihen. Das Café/Restaurant hat freitags bis sonntags geöffnet; es ist überraschend groß und hell, und hat eine große Terrasse mit Blick auf den schönen Garten. Verschiedene Biere und Weine, sowie Eis gibt es auch. Der Platz hat ein einziges Badezimmer mit Duschkabine. Die Küche ist einfach, mit zwei Abwaschbecken und zwei mal zwei Elektroherdplatten, aber immerhin auch Mikrowelle und Kühlschrank. Die Räume der zwei Toiletten sind sehr speziell designet – einer mit viel Metall und Klempneraccessoirs, der andere mit Naturthema.

Wir haben Lust, hier mal zum Paddeln herzukommen. Auf der Homepage von Ogge Gjesteheim stehen die Mietpreise für ein Kanu (z.Zt. 375 NOK für 12-24 h). Und auf dieser Homepage gibt es viele Tips zum Paddeln in der Region und zu Übernachtungsmöglichkeiten: https://padleperler.no/2020/05/26/ogge. Schwimmweste, wasserdichte Box und Angel nicht vergessen!

Zum Aufwachen regnete es, und zwar heftigst. Nach 2 Stunden war der Spuk allerdings vorbei. Es sollte eigentlich ein schöner Tag werden, daher planen wir für Grillen. Unser Mitnehmgrill hat ja ein kleines Packmaß, ist aber sehr nah am Boden. Wir haben als Feuerschutz eine große Fliese dabei, aber wir haben damit schon einmal auf einem Campingplatz ein Rechteck in eine Wiese gestanzt, daher wollen wir nach einem neuen Grill Ausschau halten. Der nächste größere Ort ist Lyngdal, und dorthin fahren wir zur Grillsuchen und zum Fleisch-/Salateinkauf. Wir fuhren allerdings meist in Nebel, Regen oder tiefhängenden Wolken. In Lyngdal fanden wir eine beeindruckendes Einkaufsgebiet mit diversen Läden, Baumärkten usw., aber einen deutlich besseren Grill fanden wir nicht. Na, wenigstens konnten wir die Grillzutaten kaufen.

Am Platz angekommen hielten wir Ausschau nach einem Stellplatz mit viel Kies, damit wir nicht wieder einen Grasplatz mit unserer heißen Grillfliese stempeln. Der passendste Kiesstellplatz ist leider unter einer Birke und auf der „falschen“ WoMo-Seite, aber was soll’s. Wir kommen kurz nach 14 Uhr an und haben viel Zeit, um draußen zu sitzen. Es kommt auch zunehmend die Sonne raus, aber durch einen kräftigen Wind ist es echt kalt. Wir kleben den kleinen Grill mit Duct Tape auf der Fliese fest, und grillen einiges an Fleisch und Würstchen. Gegessen wird aber drinnen!

Hinterher gehen wir noch ins Café und trinken jeder zwei Biere, Hansa Lite und Duvel. Uns gefällt es hier ausnehmend gut, daher entschließen wir uns, noch eine weitere Nacht zu bleiben. Pfingstmontag fahren wir dann direkt von hier nach Hause; die Fahrt soll etwa 4 Stunden dauern.

Am zweiten Tag (Pfingstsonntag) schlafen wir bis 9 Uhr, und mit dem Aufstehen, Duschen und Frühstücken sind wir gegen 11 Uhr fertig. Zunächst wollen wir entspannt lesen, häkeln usw., und später mal ein bisschen herumlaufen und die Gegend erkunden. Das WoMo parken wir kurzerhand um, als unsere Nachbarn abreisen; der Wind hat uns viele Birkenblüten ins Auto geblasen, so dass wir Abstand zum Baum gewinnen wollen. Die Küche bleibt heute kalt – nachmittags nutzen wir die Gelegenheit und gehen (nicht so gute) Pizza essen.

Auf der Rückfahrt führte die sehr kurvenreiche Strecke T. an ihre Grenzen – die Reisekrankheit hält sicher einige Tag an.


22.05.2026 Feda (Kvinesdal)

58.261829, 6.823165
Feda bobilparkering

Preise:
210 NOK/24 h, Strom und Dusche inklusive, 180 NOK/24 h ohne Strom. Man bezahlt mit der EasyPark-App.

Campingplatz:
Ein asphaltiertes WoMo-Ghetto mit ca. 25 Plätzen, neben der Marina in Feda. In der ersten Reihe am Wasser (12 Plätze) gibt es Stromanschlüsse, in der zweiten Reihe nicht. In dem kleinen und schlecht durchlüfteten Sanitärgebäude an der Marina gibt es 2 Toiletten und Duschen. Man kann auch am Platz angeln, direkt vor uns sind allerdings kräftig Algen im Fjord.

Wir fahren gleich nach der Arbeit um 14:30 Uhr los. Ursprünglich wollten wir in Richtung Bergen, aber das Wetter im Süden soll am Wochenende besser sein, daher fahren wir doch lieber in Richtung Kristiansand. Es ist natürlich Feierabend- und Pfingstverkehr, daher ist es ziemlich Stop-and-go. Wir trauen uns auch erstmals nach Ålgård hinein! Es scheint die Sonne, deswegen können wir in Feda endlich einmal richtig draußen sitzen. Wir kommen dort gegen 17:35 Uhr an. Der Wind ist allerdings noch sehr kalt, daher ziehen wir unsere Faserpelze an. Nachher gibt es Reste vom gestrigen Hackbraten (mit Hühnermett und Weizenkörnern) auf Brot. Rings herum wird überall gegrillt – morgen wollen wir auch!


16.05.2026 Flekkefjord

58.293004, 6.663660
Flekkefjord Bobilcamp

Preise:
340 NOK/24 h, Strom und Dusche inklusive. Man bezahlt an einem Automaten.

Campingplatz:
Ein asphaltiertes WoMo-Ghetto, total zentral am Hafen in Flekkefjord. Es gibt viele Stromkästen und Wasserhähne. In dem kleinen Sanitärgebäude gibt es wohl nur 2 Toiletten und Duschen; das ist im Verhältnis zur Stellplatzanzahl stark unterdimensioniert (aber viele Camper werden vermutlich ihre Bordtoiletten nutzen). Man kann auch direkt am Platz angeln, ob man etwas fängt, ist natürlich unklar.

Wir fahren um 10:30 Uhr los. Wir mussten feststellen, dass der vorherige Campingplatz wohl am langweiligsten Ort in Sirdal lag; wir fuhren entlang des Fylkesvei 468 Richtung Süden durch einige ziemlich spektakuläre, bergige Gebiete. Auf dem Weg machten wir auch eine Espressopause. In Flekkefjord ging es zunächst ins Alti Einkaufszentrum, zu Burger King und zum Nachbunkern von Dosenbier.

Gleich wollen wir noch kurz in die Stadt gehen, und danach Hühner-Linseneintopf kochen (allerdings mit Entenfleisch). Abends werden wir das ESC-Finale gucken.


15.05.2026 Sirdal

58.922305, 6.911483
Haugen Hytteutleie & Camping

Preise:
350 NOK/Nacht, Strom und Dusche inklusive. Die Rezeption ist geschlossen. Man muss eine Telefonnummer anrufen, dann kommt die Campingplatzwirtin mit dem Auto.

Campingplatz:
Viele Hütten und Dauercamper, von denen allerdings nicht viele da sind; bisher sind wir auch die einzigen Tagesgäste. Es gibt im Rezeptionsgebäude eine kleine Küche, aber die ist wirklich nur für Notfälle geeignet. Alles ist etwas alt und abgenutzt. Bei den WoMo-Stellplätzen ist ein zweites Sanitärgebäude, das draußen ein Abwaschbecken hat. Auch in diesem – übrigens unisex – Gebäude ist die Ausstattung etwas in die Jahre gekommen, aber sauber. Man kann dort auch die Toilette entleeren, und ein Abwasserabfluss ist auch vorhanden. Ein kleiner Staubsauger steht im Gebäude, mit dem man mal kurz durchsaugen könnte. Außerdem gibt es einen großen, rostigen Grill, und zwei transportable Feuerschalen, von denen man auf jeden Fall auch eine zum Grillen benutzen kann. Man sollte also einen Sack Kohle und Grillgut mitbringen.

Im Juli soll der Kiosk aufmachen, wo man wohl auch Kleinigkeiten zu essen bekommt.

Wir fahren gegen 12 Uhr los, erstmal zum Vinmonopol in Egersund, um Wein nachzubunkern. Es ist ganz schön viel Verkehr in dieser kleinen Stadt. Weiter geht es über Gloppedalsura (Nordeuropas größte Geröllhalde) und Byrkjedalstunet (womöglich Norwegens größter Nippesladen) zum Campingplatz. Wir durchquerten sehr schöne Landschaft, und es geht so hoch, dass auf den Bergseen noch Eis ist und die Lufttemperatur 3 Grad beträgt.

Abends essen wir die Reste von gestern.


14.05.2026 Eigerøy

58.454010, 5.97973
Skadberg Camping

Preise:
300 NOK/Nacht, Strom inklusive, Dusche 5 NOK für 1 Min. Es gibt keine Rezeption; alles wird über Automat bezahlt und man bekommt eine Karte für das Sanitärgebäude.

Heute ist Himmelfahrt und ein Donnerstag. Wir standen entspannt auf und fuhren gegen 12 Uhr los. Die Tour geht die Küste entlang nach Süden in Richtung Egersund. Auf dem Weg noch kurz bei Obrestad fyr Halt gemacht. Dort ist es ganz nett, und man könnte auch gut einige Kilometer auf einem Wanderpfad die Küste entlang spazieren. Heute weht allerdings ein kalter Wind (wie wahrscheinlich meistens), so dass wir schnell weiterfahren zum Campingplatz auf Eigerøy. Dort kommen wir kurz vor 14 Uhr an.Wir kochen einen Eintopf mit Spitzkohl, Kartoffeln und Hühnermett im WoMo und gucken dann das zweite Halbfinale des ESC 2026.


01.-03.05.2026 Lofthus (Hardanger)

60.20095, 6.39268
Lofthus Camping

Preise:
465 NOK/Nacht: Vorsaison 210 NOK, Erwachsene 45 NOK, Dusche 20 NOK für 4 Min., Strom 125 NOK pro Tag.

19 Hütten, 70 Plätze für WoMo & Zelt. Stellplätze können nicht reserviert werden.

Campingplatz:
Grün und viel Platz, super Aussicht über den Fjord auf die schneebedeckten Berge. Die sanitären Anlagen sind einfach, aber zweckmäßig und sauber. Wasser, Abwasserentsorgung, Küche – alles da. Allerdings ist die Küche nicht so toll. Mehrere Elektroherde, aber die Platten werden kaum heiß, eine wurde dagegen glutrot. Das warme Wasser ist auch begrenzt. Obwohl der Platz erst vor zwei Wochen aus den Winterferien kam, ist schon ziemlich viel los. Wir fuhren zu Hause 9:45 ab. Gut, dass wir an diesem 1.-Mai-Wochenende schon um 14:30 Uhr ankamen. Es gibt in der Rezeption einen kleinen Kiosk, wo man u.a. Eis und Bier kaufen kann. Ansonsten soll man im Juli-September auf dem Platz kostenlos Obst pflücken können. Am 2. Mai war der Platz dann fast leer… merkwürdig!

Für den ersten Abend haben wir im Restaurant vom Hotel Ullensvang einen Tisch gebucht (20 Minuten zu Fuß). Im Zentrum gibt es auch „Ekspedisjonen“, en kleines Café mit Terrasse und Hausgebrautem. Wir tranken ein Pils und ein IPA, beides leicht astringent und säuerlich, aber ganz okay. Beim nächsten Mal sollten wir vielleicht eher dort etwas essen als im Hotel Ullensvang; es gibt auf jeden Fall Pizza. Im Hotel Ullensvang konnte man am 1. Mai um 19 Uhr nur noch Büffet bekommen, für 745 NOK pro Person. Das war preis-/qualitätsmäßig okay. Pils 149 NOK, Merlot 290 NOK.

Der zweite Tag war entspannt, nur Kochen führte zu schlechter Laune: Wir machten einen Haufen Haferfrikadellen, und das war etwas sehr aufwändig (fand vor allem Arnold). Gebraten haben wir sie auch lieber in der Campingplatzküche auf der glühenden Herdplatte, damit nicht alles mit Fett vollspritzt.

Zurück fuhren wir über Hjelmeland auf dem RV13. Das war eine heftige Kurverei mit Serpentinen und allem. Aber es gab neben einigen Campingplätzen auch mehrere Stellen, wo man so mit dem WoMo übernachten könnte, z.B. unterhalb von Røynevarden husmannsplass am Suldalsvatnet zwischen Suldalsosen und Nesflaten.