RØL!

Austragungsort für das Rogaland Ølfestival: Eine unscheinbare Sporthalle
Austragungsort für das Rogaland Ølfestival: Eine unscheinbare Sporthalle

Einer der Höhepunkte des Jahres fand am vergangenen Wochenende statt – das Rogaland Ølfestival 2019, kurz RØL. Dabei handelte es sich um ein lokales Heimbrauerfestival, veranstaltet von Norbrygg Rogaland. Es ist schon eine ganze Weile her, dass wir als Heimbrauer an einem Bierfestival teilgenommen haben, daher hatten wir uns schon im Winter entschlossen, dieses Mal wieder dabei zu sein.

Kann losgehen: Die Tandembrauerei ist zapfbereit!
Kann losgehen: Die Tandembrauerei ist zapfbereit!

Zum Festival hatten sich insgesamt vierzig Heimbrauer angemeldet, die zusammen 114 verschiedene Biere angeboten haben. Zusammen mit den Brauern waren 600 Leute versammelt, um die unterschiedlichsten Biere zu probieren und zu bewerten, schließlich sollte das Publikum darüber entscheiden, welches Bier das Beste war.

Gute Stimmung: Fröhliche Bierprobierer und lustige Brauer
Gute Stimmung: Fröhliche Bierprobierer und lustige Brauer

Diese Aufgabe war keine leichte – die Vielfalt der teilnehmenden Biere war wirklich überwältigend! Neben „normalen” Bieren wie Pils, Weizenbier, IPA, Stout und dergleichen gab es viele, sagen wir, extravagantere Biere – mit Früchten und Gewürzen, gesäuert, fassgelagert usw.; der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Frisch gezapft: Schokoladiger Glücklichmacher
Frisch gezapft: Schokoladiger Glücklichmacher

Wir machten da keine Ausnahme. Neben einem recht normalen IPA hatten wir ein sogenanntes pastry beer im Angebot – ein Bier, das an Backwaren erinnern soll. Bei unserem Bier handelte es sich um ein dunkles, starkes (ca. 10 %) Bier, dem wir eine anständige Menge Kakao, Kirschpüree, Laktose sowie etwas Vanillearoma hinzugefügt haben. Genannt haben wir es Schwarzwälder Kirsch, und damit ist auch klar, wohin geschmacklich die Reise geht: Es dominiert ganz klar Schokolade bzw. Kakao, hinzu kommt etwas Vanille, etwas Kirscharoma und -säure, die gut von der Laktose balanciert wird. Neben den Bieren hatte wir noch vier Bleche Schokoladen-Kirsch-Kuchen gebacken, den die Besucher in kleinen Stückchen mitnehmen konnten. Sehr lustig zu beobachten, wenn die Leute unser Bier probierten: Auf große Augen beim Riechen folgte meistens ein breites Lächeln nach dem Trinken – ein eindeutiger Beweis, dass Schokolade glücklich macht!

Diplomiert: Zufriedene Brauerin mit Gewinnerbier
Diplomiert: Zufriedene Brauerin mit Gewinnerbier

Unser Schokoladenbier schnitt am Ende ganz ordentlich ab – Platz 15 von 114, mit einer Durchschnittsnote von 4,09 (die Notenskala reichte von 1 bis 5, wobei die Note 5 die beste war). Aber: Eine Gasthausbrauerei in Stavanger hatte noch einen speziellen Preis zu vergeben – das aus ihrer Sicht interessanteste Bier des Festivals soll bei ihnen kommerziell gebraut und vertrieben werden, und diesen Preis hat unser Bier gewonnen!

Das Bier wird vermutlich im Herbst gebraut werden – somit wird es in ein paar Monaten viele glückliche Menschen in Stavanger geben 😉

2 Kommentare

  1. Herzlichen Glückwunsch, habt ihr den Laden schon wieder gerockt.
    Ist ja megaaufregend, wird euer lecker "Gebräu" schon wieder nachgebräut 😉.
    By the way, sollten mich meine Synapsen nicht ganz im Stich gelassen haben,………kenn ich das Schwarzwälder nicht schon…..?

    • In der Tat — wenn *meine* Synapsen noch ordentlich verdrahtet sind, tranken wir das Bier am 01.01. nach unserer Tour an die Küste. Das war aber erst der Prototyp; der war geschmacklich noch nicht da, wo wir ihn haben wollten. Das Bier, mit dem wir gewonnen haben, war unser dritter Versuch. Mit anderen Worten, wir haben zur Zeit recht viel „flüssigen Schwarzwälder Kirsch” im Hause, mal ganz zu schweigen von den zwei Blechen mit Kuchen, die wir vom Bierfest wieder mit nach Hause nahmen 😉

Schreibe einen Kommentar!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.