Immer noch Winter

Immer noch Winter in Norwegen

Immer noch Winter in Norwegen

Der Winter hat Norwegen und auch Stavanger weiterhin fest im Griff. Der Schnee, der am Wochenende vor Weihnachten fiel, liegt immer noch. Und so wie es aussieht, bleibt er uns noch eine Weile erhalten — für die kommenden Tage sind Temperaturen um -10 °C angekündigt.

Weihnachten haben wir relativ faul verbracht. Wir nutzten die Feiertage zwar für das Montieren neuer Ikea-Küchenmöbel im Keller, die nun Werkzeug und dergleichen beheimaten. Ansonsten haben wir aber meistens lange geschlafen und die Abende mit dem Ansehen von Filmen verbracht. Dazu gab’s natürlich gutes Juleøl!

Silvester haben wir mit Ingunn, einer Freundin von uns, ihrer Schwester und deren Freund in der Hütte ihrer Eltern verbracht. Die Hütte liegt in der Nähe von Suldal, rund 70 km nordöstlich von Stavanger (Luftlinie). Die Hinfahrt bewältigten wir mit einer der Schnellfähren, die von Stavanger aus die Inseln und kleineren Küstenorte in der Umgebung anlaufen. Rund zwei Stunden dauerte die Bootstour, ehe wir in Sand von Bord gingen. Von dort aus ging es eine weitere halbe Stunde mit dem Auto weiter.

Tania zieht die Spur

Tania zieht die Spur

Die Hütte erwies sich dann als ein recht großzügiges Haus mit mehreren Schlafzimmern, Bad, WC und Sat-TV, gelegen in einem Stück Bilderbuch-Norwegen: Ringsherum verschneite Berglandschaft mit schneebedeckten Bäumen, Wegen und Seen. Wir nutzten daher auch die Gelegenheit zu einer kurzen Langlauftour auf einem der Seen. Es erwies sich dann allerdings hinterher, dass der See gar nicht sooo zugefroren war wie wir dachten; die dichte Schneedecke wirkt halt als guter Isolator … Aber es ist ja alles gut gegangen!

Alles gut gegangen ist auch auf der Schlittenabfahrt, zu der wir am Silvesterabend von einem der Nachbarn eingeladen wurden. Dabei fuhren wir im Dunkeln (ok — es war eine klare Vollmondnacht) mit teilweise sehr alten (ca. 60 Jahre) lenkbaren Schlitten die vereiste, kurvenreiche und teilweise recht steile Bergstraße herunter. Sicherheitsausrüstung wie Helme und so hatten wir keine, und ganz nüchtern waren wir ja auch nicht mehr. An den steilsten Stellen erreicht man dabei angeblich eine Geschwindigkeit von 50-60 km/h — Das hat ziemlich Spaß gemacht, auch wenn ich uns in mancher Kurve in Leitplanke, Felswand oder Abgrund wähnte …

Und um Mitternacht ist uns auch nichts passiert, als eine Rakete im Schnee stecken blieb und am Boden explodierte. Wenn sie das am Himmel tun, sieht es irgendwie spektakulärer aus.

Alles in allem hatten wir also eine schöne Feier mit vielen neuen Erlebnissen!

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