Das Kreuzfahrtschiff MS Nordlys der Hurtigruten-Reederei, das vor einigen Wochen noch als Star in der längsten Live-Sendung der Welt unterwegs war, drohte nach einer Explosion am Donnerstag im Maschinenraum im Hafen von Ålesund zu kentern.
Am Freitagvormittag hatte das Schiff eine Schräglage von 21,7 Grad erreicht — der „kritische Punkt” war damit bereits überschritten. Probleme bereiteten zum einen die Pumpen: Immer wieder setzten sie sich mit Gegenständen zu, so dass sie nie mit voller Kapazität pumpen konnten. Außerdem war lange unklar, wo sich das Leck befand, durch das offenbar große Wassermenge eindrangen. Erst mittags entdeckten Taucher einen ca. 40 cm langen und 8 cm breiten Riss im Rumpf, der dann mit Magnetplatten notdürftig abgedichtet werden konnte. Der Riss ist ein gutes Stück weit vom Maschinenraum entfernt, wo sich Explosion und Brand ereigneten, und es ist bisher unklar, wie er entstehen konnte.
Im Laufe des Tages richtete das Schiff sich langsam wieder auf. Inzwischen hat es nur noch eine Schräglage von etwa 7 Grad; der Zustand gilt als stabil.
Die MS Nordlys befand sich auf der Reise von Bergen nach Kirkenes, als sich am Donnerstag gegen 9.20 Uhr kurz vor Ålesund eine Explosion im Maschinenraum ereignete. Durch die Explosion entstand ein Brand, der erst im Laufe des Nachmittags unter Kontrolle gebracht werden konnte. Offensichtlich wurde auch der Rumpf beschädigt. Zwei Besatzungsmitglieder starben, 16 sind teilweise schwer verletzt. Alle Passagiere blieben unverletzt.













































