Zurück aus dem Urlaub

Proost: Tania im Café de Koffer, Groningen

Proost: Tania im Café de Koffer, Groningen

Seit ein paar Tagen sind wir wieder daheim in Stavanger nach einer kurzen Reise durch Deutschland, die Niederlande, Belgien, ein kleines bisschen Frankreich und Dänemark. Auch in diesem Jahr drehte sich vieles um Bier. Mit Auto, Zelt und unserem Tandem ging es zunächst für einen Kurzaufenthalt nach Bremen, wo wir wie immer ein eng gepacktes Programm hatten, so dass wir es nicht schafften, „alle” zu besuchen. Von Bremen aus fuhren wir für zwei Nächte nach Groningen, wo wir zwei Abende im Café de Koffer verbrachten. Dort gibt es eine ausgezeichnete Auswahl an niederländischen und belgischen Mikrobrauereibieren sowie eine großes Angebot an Bieren aus den USA und Großbritannien.

Schmeckt: Bier von der Amelander Bierbrouwerij

Schmeckt: Bier von der Amelander Bierbrouwerij

Weiter ging es an die Küste nach Holwerd. Von dort aus unternahmen wir eine Tagestour auf die Insel Ameland, denn dort gibt es seit kurzem auch eine kleine Brauerei, deren Biere es nur auf der Insel gibt. Da wir bis zum Öffnen der Brauerei am Nachmittag viel Zeit hatten, fuhren wir mit dem Rad vom Fähranleger aus zunächst zum Ostende und danach zum Westende der Insel. Bei bestem Wetter kamen so gut 60 km zusammen. In der Brauerei probierten wir ein Bier und kauften dann das ganze Programm. Am besten gefiel uns das Amelander Barnstiën Amberbier, ein Amber Ale mit 6,5 % Alkohol.

Tandembrauerei bei Brouwerij de Molen

Tandembrauerei bei Brouwerij de Molen

Von Holwerd aus ging es weiter ins beschauliche Bodegraven, das in etwa mittig zwischen Utrecht und Rotterdam liegt. In Bodegraven befindet sich eine von Hollands besten Brauereien, die Brouwerij de Molen. In deren Bierladen haben wir uns mit ein paar Spezialbieren eingedeckt, die wir alle mit nach Hause genommen haben.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Brügge, das bekanntlich in Belgien liegt. Der gesamte mittelalterliche Stadtkern Brügges ist 2000 zum Unesco Weltkulturerbe erklärt worden. Wir waren aber wegen der vielen Bierläden und Kneipen dort, kamen aber auf dem Weg schon an ein paar alten Gemäuern vorbei 😉

Kaschemme mit guter Bierauswahl: im 't Brugs Beertje

Kaschemme mit guter Bierauswahl: im ‚t Brugs Beertje

Von Brügge aus unternahmen wir einen kurzen Abstecher ins nahe Lille in Frankreich, wo wir den angepeilten Bierladen aber nicht fanden. Daher zurück auf einen Campingplatz in die wallonisch-belgische Provinz nach Sivry. Dort musste ich mit meinen übriggebliebenen Schulfranzösischkenntnissen mit dem Platzwart kommunizieren, was aber gut klappte. Der Platz lag sehr ruhig, abgeschieden, einsam am Ende der Welt; es schien zunächst, als seien wir die einzigen Gäste dort.

Am nächsten Tag ging es aber mit Wucht zurück in die Zivilisation, nämlich zu einem Bierladen im Zentrum Brüssels. In Brüssel selbst verweilten wir nicht länger, was auch daran lag, dass es dort keinen Campingplatz in der Nähe gab. Mal sehen, vielleicht fliegen wir da über’s Wochenende noch einmal hin. Sehenswert ist die Stadt allemal. Wir übernachteten auf einem Campingplatz, der sich als Mobilheimghetto entpuppte und direkt in der Einflugschneise zum Brüsseler Flughafen lag.

Zurück in die Niederlande ging es am nächsten Tag, und zwar nach Enschede. Auch dort gibt es eine Kneipe mit guter Bierauswahl (De Beiaard).

Zeltghetto ohne Schatten: Løkken strand camping

Zeltghetto ohne Schatten: Løkken strand camping

Es folgte eine Übernachtung bei Kumpel Detlef in Walsrode. Bei höchstsommerlichen Temperaturen unternahmen wir zunächst eine Radtour zum nahegelegenen Hotel Forellenhof, wo es das leckere hausgebraute Schnuckenbräu gibt, wenn auch nur in den Variationen Helles, Dunkles und Weizen. Nachdem wir uns durch das Sortiment getrunken hatten, ging es zurück nach Walsrode-City, wo wir mit Bier aus Celle reichlich versorgt wurden.

Auf dem Nachhauseweg legten wir noch eine Station bei Tanias Bruder in Hamburg sowie je eine Übernachtung in Aalborg und Løkken ein. In Løkken standen wir ein bisschen in der Nordsee herum, um uns ein wenig abzukühlen.

Als wir wieder in Stavanger ankamen, fanden wir einen ausgedörrten Garten vor. Normalerweise zählt der Juli zu den niederschlagsreichen Monaten, nicht so in diesem Jahr: Auch hier war es fast durchgehend sehr warm und trocken. Aber inzwischen haben sich die meisten Pflanzen wieder erholt.

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