Eine lange Reise

Kleiner Umweg: Tour Stavanger-Bremen (Abb.: Google Maps)

Kleiner Umweg: Tour Stavanger-Bremen (Abb.: Google Maps)

Oslo ist der Nabel der Welt — naja, zumindest Nowegens, von Oslo aus kommt man überall hin, sogar nach Bremen: entweder „über Land” oder ‚rüber auf den Kontinent mit den Fähren nach Kopenhagen, Frederikshavn oder Kiel. Als ich nach Stavanger zog, fühlte ich mich daher irgendwie wie am Ende der Welt. Aber dann kam die Verbindung Haugesund-Bremen von Ryanair und alsdann bog die Reederei Fjordline die Linie Egersund-Hanstholm nach Stavanger-Hirtshals um — auf einmal ist Stavanger doch eher „mittendrin”! Für uns sehr komfortabel: Abends aufs Schiff, etwas essen und trinken, schlafen, Frühstück kurz vor Dänemark und weiter nach Bremen!

Soweit die Theorie. Im Winter sollte man sich nicht unbedingt auf die Zuverlässigkeit dieser Verbindung verlassen, denn winterliche Stürme können dafür sorgen, dass die Fährverbindungen eingestellt werden.

So auch am 26. Dezember, wo wir eigentlich geplant hatten, abends an Bord der MS Bergensfjord zu gehen und des nachts nach Dänemark überzusetzen. Bereits am 25. bekamen wir per SMS die Mitteilung, dass die Fähre nicht fahren würde. Nach kurzer Überlegung beschlossen wir, die Strecke größtenteils „über Land” zurückzulegen. Am 26. fuhren wir morgens um 6 Uhr los. Zunächst ging es mit dem Auto nach Sandefjord, von dort aus mit der Fähre über den Oslofjord nach Strömstad, dann per Auto weiter nach Helsingborg. Dort legten wir in einem günstigen Motel eine Übenachtung ein. Am nächsten Morgen ging es mit der Fähre über den Øresund nach Helsingør, von dort aus nach Rødby, wo wir die Fähre nach Puttgarden nahmen. Auf dem weiteren Weg nach Bremen konnten wir schon mal einen Teil unserer Einkäufe erledigen. Nachmittags gegen 15 Uhr waren wir dann in Bremen.

Hauptgrund für unsere Brementour war der 50. Geburtstag von Kumpel Hardy, aber wir hatten auch einiges an Brauzubehör bestellt und zu meinen Eltern schicken lassen (allein deswegen hätten wir die Reise nicht absagen können — wir brauchen die bestellten Sachen unbedingt).

Am Silvesterabend ging es schon wieder zurück. Zunächst nur bis Hamburg, wo wir den Abend mit Arne und Ulrike verbrachten. So richtig feiern konnten wir nicht, denn am nächsten Morgen ging es um halb sechs weiter nach Hirtshals, wo wir bis spätestens elf Uhr einchecken mussten. Die Rückfahrt verlief unspektakulär planmäßig — Tania musste sich nur einmal übergeben.

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