Endlich!

Endlich angeliefert: Diese Palette ist für uns!

Endlich angeliefert: Diese Palette ist für uns!

Letzten Dienstag war es endlich so weit, eine vierwöchige Zeit des Wartens hatte ein Ende gefunden: Unsere neue Brauanlage wurde angeliefert!

In norwegischen Brauerforen hatten wir bereits gelesen, dass man mit einer längeren Lieferzeit rechnen müsse, insofern waren wir mit vier Wochen noch gut bedient. Wir wollen auf jeden Fall in der kommenden Woche unser erstes Bier in unserem Braumeister brauen; wir warten nur noch auf die Anlieferung von frischer Hefe.

Bis Weihnachten ist es nicht mehr lang, und wie in jedem Jahr seit langer, langer Zeit gibt es in meinem Institut das legendäre juleølsmaking — zu deutsch „Weihnachtsbierprobieren”. Wie wir schon mehrfach berichtet haben (siehe hier oder hier), sind die norwegischen Weihnachtsbiere ein wichtiger Bestandteil jahresendlicher Zeremonien und Feiern. In jedem Jahr küren die Tageszeitungen mit mehr oder weniger geeigneten Jurys die besten Weihnachtsbiere (und kommen dabei, wenig überraschend, auf komplett unterschiedliche Ergebnisse).

Deutsche Wertarbeit: Speidels Braumeister

Deutsche Wertarbeit: Speidels Braumeister

Beim juleølsmaking wird in einem Blindtest das beste Weihnachtsbier ermittelt; anschließend gibt es gutes Essen und jede Menge selbstgebrautes Bier, das regelmäßig von einem meiner — ebenfalls heimbrauenden — Kollegen zur Verfügung gestellt wird. Das Ganze beginnt um 16 Uhr und endet kurz vor elf, da nach 23 Uhr niemand mehr in den Uni-Gebäuden sein darf. In der Regel reicht das auch 😉

Der diesjährige Winter sorgt für ungewöhnliche Verhältnisse. Zwar hatten wir gerade zwei milde Tage mit Temperaturen um +5 °C, doch ab heute wird es wieder kälter. Die tiefen Temperaturen der vergangenen Wochen haben dazu geführt, dass sehr viel Strom verbraucht wurde (in Norwegen werden die Häuser in der Regel mit Strom geheizt). Da es im vergangenen Sommer und Herbst viel weniger regnete als sonst, sind die Wasservorräte in den Stauseen auf einem extrem niedrigen Stand. Norwegen ist im Moment auf Stromimporte angewiesen, und das sorgt für einen relativ hohen Strompreis. Nun verfügt ja fast jedes anständige norwegische Haus auch über einen Holzofen oder Kamin, leider ist zur Zeit aber nirgends mehr Brennholz zu bekommen. Die meisten Händler haben ihre Vorräte, die eigentlich bis März hätten reichen sollen, bereits verkauft. Holzhändler berichten über verzweifelte Kunden, die am Telefon in Tränen ausbrachen, nachdem sie erfahren haben, dass das Brennholz ausverkauft ist. Wir sind gespannt, wie es weiter geht!

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