Sommer

Was macht man während des Sommerurlaubs in Zeiten einer Pandemie? Ursprünglich hatten wir eine Fahrradtour nach Kopenhagen geplant, hatten uns aber schon im Winter entschieden, die Tour nicht zu machen – die Vorstellung, während einer Rad- und Campingtour an Corona zu erkranken, war nicht so verlockend . Im Nachhinein stellte sich ja auch heraus, dass wir aufgrund der bestehenden Reisebeschränkungen während unseres Urlaubs gar nicht hätten reisen können.

Nur das eigene Zelt auf dem Campingplatz Buøy Camping in Dalen
Noch Platz: Wenige Touristen in Dalen

Somit fiel die Entscheidung, im Großen und Ganzen zu Hause zu bleiben und mehrere kurze Auto- und Radtouren in der Umgebung zu unternehmen, mit einer Ausnahme: Zu Beginn unseres Urlaubs Anfang Juli stand eine Tour nach Oslo auf dem Programm, wo Tania einen Termin bei der deutschen Botschaft hatte.

Wenige Touristen im Vigelands-Park, Oslo
Noch Platz: Wenige Touristen im Vigelands-Park

Die Tour nach Oslo gingen wir ruhig an – auf dem Hinweg fuhren wir „über das Gebirge“ – eine Strecke, die zum Teil über schmale Passstraßen führt – und legten eine Übernachtung in Dalen ein. In Oslo selbst hatten wir zwei Übernachtungen in einem zentral gelegenen Hotel. So hatten wir Gelegenheit, ein paar neue Pubs kennenzulernen.

Den Rückweg nach Stavanger ging zunächst über Kristiansand, wo Tania sich in einem speziellen Teegeschäft bevorratete. Von dort aus ging es weiter nach Hornnes, einem kleinen Ort im Setesdal, wo wir wieder übernachteten, ehe es am nächsten Tag zurück nach Stavanger ging.

Aufgrund schlechten Wetters fiel dann unsere ursprüngliche Urlaubsplanung sprichwörtlich ins Wasser – nach Radtouren und Ausflügen war uns nicht zumute. Im Juli gab es nur einen Tag, an dem die Temperatur in Stavanger die 20-Grad-Grenze überschritt, und das war am einunddreißigsten 🙂

Ungewohnte Zutaten in der Brauerei: Apfelmost und Johannisbeersaft

Dafür haben wir allein im Juli viermal brauen können. Das war aber auch nötig – dadurch, dass wir den Urlaub zum größten Teil zu Hause verbrachten, wurden unsere Biervorräte arg ausgedünnt. So konnten wir ein Belgisches Blond, einen Apfel-Johannisbeer-Cider und zwei American Pale Ales herstellen.

Grund zur Freude hatten wir auch Anfang August: In unserer direkten Nachbarschaft eröffnete die örtliche Brauerei Lervig einen Brewpub. Laut Google Maps sind es nur 280 m, aber es geht noch etwas kürzer 🙂 Mit anderen Worten: Falls vor der Toilette mal ’ne Schlange ist, gehen wir lieber zu Hause aufs Klo, das geht vermutlich schneller!

Mitte August bekamen wir wieder Besuch von meinen (A.) Eltern. Sie hatten die Reise nach Norwegen schon vor langer Zeit gebucht, und es war lange unklar, ob die Reise aufgrund der geltenden Beschränkungen in Dänemark und Norwegen überhaupt hätte durchgeführt werden können. Seit 15. Juli waren die Grenzen für Deutsche wieder geöffnet, aber inzwischen zählt Deutschland (wie der Rest von Kontinentaleuropa) aufgrund der hohen Anzahl an Neuinfizierten wieder als „rotes“ Land; eine Einreise nach Norwegen würde derzeit wieder eine 10-tägige Quarantäne nach sich ziehen.

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