Craft beer meets Germany!

Laut eines Artikels bei Speigel online geht es nun richtig los mit dem Brauen von „Handwerksbier” in Deutschland, oder zumindest in Berlin. Dort scheint es inzwischen mehrere Mikro- bzw. Gasthausbrauereien zu geben, die für Deutschland ungewöhnliche Biere jenseits von Pils & Weizenbier brauen. Somit ist Berlin tatsächlich mal eine Reise wert …

Und auch der Heimbrauvirus greift weiter um sich — Oliver und Anja, die sich inzwischen in Kirchweyhe niedergelassen haben, haben es in diesem Jahr auf bisher zehn Sude gebracht!

Unser letztes Bier haben wir am vergangenen Wochenende gebraut, eines unserer Standardbiere, ein American Pale Ale, gehopft mit Hopfen aus den USA, Neuseeland und Australien. Im Moment haben wir drei Sude im Gärzimmer; eines davon ist das vor gut zwei Wochen im Cardinal gebraute Bier, das wir dort im Rahmen unseres Heimbrauerkurs gebraut haben.

Gestern haben wir uns nachmittags mit einem Thema beschäftigt, das neben dem eigentlichen Brauen am meisten Zeit verschlingt: Saubermachen. Acht leere Bierfässer hatten sich über die Zeit angesammelt und mussten gereinigt werden. Je Fass sind das drei Spülgänge: Grobreinigung mit Wasser und ggf. Bürste, danach Reinigung mit einem alkalischen Waschmittel, das organische Reste und Beläge entfernt, und schließlich Desinfektion mit einem Phosphorsäure-basierten Desinfektionsmittel. Eigentlich sahen die Fässer schon nach der Wasserreinigung sauber aus; dass sie es nicht waren, zeigte am Ende des Tages die Färbung der Waschmittellösung: Zu Beginn war diese noch farblos, nach dem achten Fass jedoch so dunkel wie ein Oktoberfestbier.

Während ich mich mit den Fässern beschäftigte, hat Tania das Abfüllen des Cardinal-Bieres vorbereitet. Dafür haben wir vom Cardinal einen Haufen leere Bierflaschen bekommen, welche dort bereits gespült worden waren. Tania wollte nur noch die Etiketten entfernen. Für die rund zwanzig Liter Bier würden rein rechnerisch vierzig Halbliterflaschen reichen. Tom, Chef vom Cardinal, hat uns aber gleich 128 überlassen. Er dachte vermutlich, er täte uns einen Gefallen, denn viele Heimbrauer greifen im Cardinal gerne leere Bierflaschen ab. Aber eigentlich sind wir diesbezüglich bestens ausgestattet, wir brauchen die zusätzlichen Flaschen nur für das Cardinal-Bier, denn das wird dort wieder abgeliefert wenn es fertig ist. Nun gut, so haben wir für die kommenden Heimbraukurse (sofern es welche geben wird) genügend Leergut!

Den Sturm vom letzten Donnerstag und Freitag haben wir ohne Schäden überstanden. Das hat schon ganz schön gekachelt! Es weht ja recht oft bei uns, Tania meinte aber, dass sie in Stavanger so viel Wind noch nicht erlebt hätte. Nach dem Sturm kam dann der Schnee — zwanzig Zentimeter lagen Sonnabend plötzlich vor der Tür. Da haben wir ihn aber auch liegen lassen, gestern gab es Tauwetter, Regen und viel Wind, da war der Schnee fast so schnell wieder weg, wie er gekommen war.

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