Das Netz weiß alles
Ziemliches Aufsehen erregt momentan eine neue Website im Internet: iam.no. Eigenen Angaben zu Folge sammelt der Dienst lediglich Daten, die bereits an anderer Stelle im Netz zu finden sind: Name, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum, aber auch Informationen über Einkommen, Steuern und Aktienbesitz (sofern vorhanden) und vieles andere mehr. Angeblich sind bei iam.no Informationen über 3,7 Millionen Norweger, die älter als 16 Jahre sind, gespeichert und für jedermann abrufbar. Bei der norwegischen Datenschutzbehörde gab es schon jede Menge Beschwerden; die Firma, die hinter iam.no steht, hat nun zwei Wochen Zeit, darzulegen, inwiefern das norwegische Personenauskunftsgesetz befolgt wird. Der Brief der Datenschutzbehörde an iam.no ist natürlich auch im Netz veröffentlicht.
Die Webseite ist derzeit nicht erreichbar. Wie ist die Geschichte denn ausgegangen?
Zur Zeit läuft die Seite wieder. Inzwischen hat der Betreiber von iam.no der Datenschutzbehörde geantwortet; allerdings ist das Antwortschreiben nicht öffentlich. Die Datenschutzbehörde prüft nun.
Die Offline-Zeit ist wohl genutzt worden um die Webseite zu überarbeiten. Daten über das Einkommen habe ich keine mehr gefunden. Anscheinend haben die Beschwerden geholfen. Was jetzt noch an Daten angezeigt wird scheint man wirklich auch über Google finden zu können.